Jakobsweg 24.4. bis 3.5.2002

 

 

 

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Auf den Spuren der Pilger in Richtung Santiago de Compostela

Mit Kurt wanderte ich an neun Tagen von St. Jean-Pied-de-Port bis Navarrete (172 km).

 

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Bahnhof Bayonne

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mit uns ab Montparnasse

1. Tag (24.4.): Worms ==> Bayonne per Bahn
Per Bahn starteten wir in Worms um 7:42 Uhr und kamen in Bayonne, nahe der spanischen Grenze, 20:44 Uhr an. Im Hotel Adour, 2 Minuten vom Bahnhof, fanden wir ein Zimmer. 13 Stunden Fahrt waren nicht langweilig! Gekostet hat die Bahnfahrt 179 Euro, und zwar bis St. Jean Pied de Port, unser Startort am 3. Tag.

Schon in Paris/Montparnasse sahen wir Pilger, die wir in den nächsten Tagen immer mal wieder trafen. Rapsfelder, Ginsterhaine, Weinberge in Bordoux, Flüsse und gigantische Felder mit riesigen Beregungsanlagen beindruckten uns. Durchsetzen mussten wir uns, als einer unserer reservierten Plätze im TGV wegen "double reserve" besetzt war. Wir bekamen nach einer Stunde neue Plätze.

Tipps: Wenn in Paris, Gare de l'Est, die Tickets für die Metro gekauft werden (4 RichtungMontparnasse/Bienvenue). stellt man sich statt in die lange Schlange oberhalb der Treppe, unten vor den Durchgängen an die Kasse.  Der TGV startet auf Voie 5, und zwar mit zwei Zügen.

2. Tag (25.4.) Bayonne besichtigt, per Bahn nach St. Jean Pied de Port
Das "petit déjeuner" gab's um 7:30 Uhr, und zwar reichlich und auch vielseitig. Kurt schickte per Paket 3 kg Überflüssiges nach Hause. Über die Pont L'Adour gingen wir in die Altstadt von Bayonne. Beigeistert haben uns der Kreuzgang an der Chatétrale sowie drei rießige Magnolienbäume. Interessant zu beobachten war, dass die beiden Flüsse durch Ebbe und Flut ca. 1 m Höhendifferenzen hatten. Nach einem gemütlichen "déjeuner" im Straßencafé ging's mit der Bahn nach St. Jean Pied de Port. Mit uns kamen noch mehrere Wanderer an. St. Jeans schöne Altstadt, ist rundum von einer Mauer mit altertümlichen Toren umgeben. Ganz oben ist die Cidadelle.

 Nach einem sonnigen Tag genossen wir in unserem Hotel Ramuncho ein vorzügliche Menue mit Rotwein aus dem Baskenland.

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Pont L'Adour

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Chatétrale

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Zitadelle Pied de Port

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Beginn des Weges
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Pyrinäen-Aufstieg
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australische Wegbegleiter
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Brunnen am Pass
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1. Pilgerherberge

3. Tag (26.4.) St. Jean Pied de Port ==> Roncelvalles  26 km
Um 6 Uhr fanden wir im Gastraum unser Frühstück vorbereitet. 7 Uhr war es, als wir zum Bäcker kamen und uns für den Tag in der Einsamkeit eindeckten. Das Tor Espania durchschritten wir um 7,15 Uhr. Dann ging's steil bergauf über die Rue de Napoleon. 26 km mit 1250 m Höhendifferenz und nach 4 km kein Haus mehr bevor wir über die Grenze und dann endlich nach Roncesvalles kamen. Schafe, Adler, Schnee, Blumen, abgeworfene Kleidungsstücke, Pilger aus Österreich, der Schweiz, USA, Canada, Australien, Schottland und zum Glück auf der höchsten Stelle nochmal einen Brunnen, das sahen bzw. erlebten wir.

Im Kloster steht eine ganze Mannschaft hilfreicher "Gottesdiener" bereit und gibt uns in einer Halle zum Empfang Fragebogen aus, in die wir die Personalausweisnummer, die Religionsgemeinschaft, Anschrift usw. eintragen müssen. In den Pilgerpass bekamen wir unseren Stempel. Danach ging's in den Schlafsaal für 40 Personen. Vier Duschen und WC gab's auch.

Eindringlich werden wir zu Messe gebeten. Für Kurt und mich ist allerdings das Abendessen und ein Telefonat nach Hause wichtiger. Nur 6€ kostete unser Menue inclusive  Rotwein und Wasser. Mit Dave (Canada) und Helen (USA) an unserem Tisch unterhalten wir uns bestens. Um 22 Uhr gehen die Lichter aus und die Schnarcherei los. Na ja, die Socken und Schuhe dufteten bereits seit der Ankunft, sorgten aber leider nicht für Wärme. In voller Montour lässt sich's aber aushalten.

4. Tag (27.4.) Roncesvalles ==> Zubiri  21 km
Die ersten (Schnarcher) grabbelten schon um 4 Uhr 30 aus den Betten und marschierten schleunigst davon. Kurt und ich starteten um halb acht. Nach ca. 45 Minuten fanden wir am nächsten Ortseingang ein Restaurant, das reichlich Frühstück anbot.

50 € waren mir beim Zahlen unbemerkt auf den Boden gefallen. Die ehrliche Verkäuferin gab sie mir zurück.

Pietro, aus Portugal kommend, hatte es nicht eilig und blieb länger am Frühstückstisch. Aber wir sollten ihn bis zum 9. Tag immer wieder sehen! Überhaupt, Pilger, denen wir schon in Paris begegnet sind, sahen wir während unserer Tour ebenso wieder wie viele andere, die wir auf dem Weg trafen.

Der Weg führte meist flach entlang der nach Westen auslaufenden Pyrenäen, die übergehen in die Cordilieren

Bild kommt

 

Fortsetzung folgt